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Tierbildgebung

Die Tierbildgebung stellt ein entscheidendes Bindeglied zwischen Mikroskopie und Human-Bildgebung dar. Mit den verfügbaren Bildgebungstechniken (MRT, SPECT-CT) sind systemische Untersuchungen, wie die am Menschen möglich. Darüber hinaus bietet sich aber im Tierversuch die Möglichkeiten der Kombination mit invasiven Verfahren in-vivo. So erlaubt die ‚molekulare Bildgebung‘ Rückschlüsse über physiologische Prozesse auf molekularer Ebene. Hinsichtlich der mechanistischen Aufklärung neuronaler Prozesse ist die Kombination mit pharmakologischen und elektrophysiologischen Methoden besonders aufschlussreich.

Die Core Facility Combinatorial NeuroImaging bietet Anwendern offenen Zugang zu einem 4,7 Tesla Kernspintomographen und einem SPECT/CT System für die kombinatorische Kleintierbildgebung. 

SPECT/CT

Seit 2010 betreibt das LIN einen Kleintier-SPECT/CT-Scanner der Göttinger Firma SCIVIS.

Mit der „Single photon emission computed tomography“ (SPECT) ist ein direkter Einblick in den Nervenzellstoffwechsel des Versuchstiers in vivo möglich. Dabei werden winzige Mengen radioaktiver Substanzen, sogenannte Radiopharmaka oder Radiotracer, injiziert, deren Verteilung mit hochempfindlichen Tomographen gemessen und als dreidimensionales Bild sichtbar gemacht wird.

Das Verfahren ist sehr gut geeignet, um Stoffwechselprozesse, Verteilungen von Rezeptoren oder Blutfluss- und Hirnaktivitätsmuster zu untersuchen. 

4,7 Tesla Kernspintomograph (Tier-MRT)

Das seit 2004 genutzte 4,7 Telsa-MRT der Firma Bruker eignet sich besonders für grundlegende anatomische und metabolische Charakterisierungen der Hirnstrukturen von Kleintieren. Hierfür steht eine umfangreiche Spulentechnologie sowie Narkose-, Stereotaxie- und Monitoringsysteme zur Verfügung.

9,4 Tesla Kleintier-Magnetresonanztomograph

 

Aktuell installiert das LIN einen Hochfeld-Magnetresonanztomographen (Bruker BioSpec 94/20 UHF). Dieses Gerät ist mit einer Kryospule zur hochauflösenden Bildgebung mit exzellentem Signal-zu-Rausch-Verhältnis und mit einer Vielzahl anderer RF-Spulen ausgestattet, die sich zur Kombination magnetresonanztomographischer Untersuchungen (Anatomie, funktionelle Bildgebung, Spektroskopie, Diffusions- und Perfusionsbildgebung) mit optogenetischen, elektrophysiologischen, pharmakologischen u.ä. Versuchsansätzen an Nagetieren eignen.